Alma Rosé-Programm



Texte: R. Newman, R. Bruns & Alma Rosé
Mit freundlicher Unterstützung: Weidle Verlag
Konzeption: Maximilian Schöner & Reinhard Bruns
Copyright: © Maximilian Schöner


Eine musikalisch-literarische Biografie

Nach einer Idee von Maximilian Schöner

"Wenn wir nicht gut spielen, werden wir ins Gas gehen!"

Gustav Mahler war ihr Onkel, ihr Vater, Arnold Rosé, legendärer Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und Primarius des weltberühmten Rosé-Quartetts, ihr Mann der tschechische »Teufelsgeiger« Vasa Prihoda. Also ist sie als Künstlerin dreifach gesegnet und geschlagen gewesen. Zwar zählte Alma Rosé unzweifelhaft zu Europas musikalischem Hochadel, aber lange sollte sie vor allem Nichte, Tochter, Gattin eines Größeren bleiben.

Ihre wichtigste Rolle spielte sie erst in tragischen Ausnahmesituationen, als sie - nach den Nürnberger Gesetzen »Volljüdin« - im besetzen Holland bei den so genannten »Hauskonzerten« vermögender nazifeindlicher Bürger umjubelt auftrat und schließlich im Schatten der Krematorien und Rauchfänge das »Mädchenorchester in Auschwitz« leitete.

Selbst abgebrühte Massenmörder reagierten auf einschmeichelnde Melodien sentimental, zumal dann, wenn eine Solistin wie Alma Rosé am virtuosen Werk war. Den Horror ihrer Existenz vermochte sie wohl einzig und allein durch äußerste Konzentration zu ertragen, vielleicht auch zu verdrängen. Im KZ lebte sie buchstäblich für die Kunst und von ihr. Nur ihre Musik bewahrte sie vor der Gaskammer. War sie zufrieden mit dem Orchester, dann äußerte sie als höchstes Lob die Anerkennung einer ewigen Tochter: »Das könnte sogar mein Vater hören.«


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